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Zum 12. Kinder- und Jugendbericht
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Bildung, Betreuung und Erziehung vor und neben der Schule -
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Der 12. Kinder- und Jugendbericht begründet und entfaltet die Bedeutung von Familien und Kindertageseinrichtungen für die
Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland.
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Am 25. August 2005 hat die Berichtskommission den 12. Kinder- und Jugendbericht der ehemaligen Bundesfamilienministerin Renate
Schmidt übergeben. Mitte November erfolgte die Stellungnahme der Bundsregierung zu diesem Bericht, der damit als offiziell
verabschiedet gilt.
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Der Bericht enthält detaillierte Aussagen zur Lebenswelt der Kinder in Deutschland und zeigt auf, für welche Kinder sich die
Rahmenbedingungen des Aufwachsens günstig auswirken und welche Kinder dadurch benachteiligt werden. Er weist die Bedeutung
der Familie als ein originärer Ort der Erziehung und Bildung nach und macht deutlich, warum Familien es immer schwerer fällt,
ihren Erziehungs- und Bildungsauftrag zu erfüllen. Deshalb erhalten die Institutionen der außerfamilialen Erziehung und Bildung,
an erster Stelle die Kindertageseinrichtungen, zunehmend Gewicht. Diesen konstatiert der Bericht zwar, dass sie hinsichtlich
der Qualität ihrer pädagogischen Arbeit und hinsichtlich der Wahrnehmung ihres Bildungsauftrags in jüngster Zeit enorm zugelegt
haben, aber es immer noch viel zu tun gibt. Das betrifft die Ausbildung und Qualifikation der pädagogischen Fachkräfte, die
Entwicklung von Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern, die Kooperation der Kindertageseinrichtungen mit den Schulen
und die Entwicklung der Einrichtungen zu sozialen Zentren für Familien und Kinder.
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Der Bericht enthält viele aktuelle Daten zu den Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen, zu den Erziehungs- und Bildungsinstitutionen
außerhalb der Schule, zur Bedeutung der Bildung unserer Kinder für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Wer eine kompakte
und schlüssige Erläuterung des dreifachen Auftrags von Kindertageseinrichtungen sucht, wer an einer Bilanz der Leistungen
dieser Einrichtungen interessiert ist und wer sich Gedanken macht, wie das öffentlich verantwortete System von Bildung, Betreuung
und Erziehung in sich schlüssiger und zukunftsfähig gemacht werden kann, der findet im 12. Kinder- und Ju-gendbericht viele
gute Ideen und Ansätze.
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Die Schwäche des Berichts besteht darin, dass die bilanzierenden Ausführungen gegenüber den innovativen und zukunftweisenden
überwiegen. Das führt dazu, dass der Bericht bei vielen Themen unpolitisch bleibt, wo man klare Optionen zugunsten der Kinder,
der Familien, der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und zugunsten der hier tätigen Frauen und Männer erwartet hätte.
Der Bericht greift an manchen Stellen - beispielsweise bei seinen Ausführungen zur Qualität der Arbeit von Kindertageseinrichtungen
- zu kurz, indem er nicht differenziert genug die Anstrengungen und Leistungen der nichtöffentlichen Träger und Ein-richtungen
darstellt und diese deshalb auch nicht gebührend honoriert.
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Wir stellen Ihnen den Bericht hier zur Einsicht (673 Seiten!) zur Verfügung:
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