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Editorial
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Liebe Leserin, lieber Leser,
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in den 20er Jahren erschien ein Buch mit dem Titel "Jeder Mensch ist ein Tänzer". Der Autor Rudolf von Laban, Tänzer, Choreograf
und Pädagoge, wurde deswegen von einem Teil seiner Zeitgenossen scharf angegangen: So könne man das nicht sagen! Dass Laban
hier missverstanden wurde, steht auf einem anderen Blatt. Die Frage an sich ist jedoch legitim:
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Ist jeder, der gerne tanzt, ein Tänzer? Ist jeder, der gerne singt, ein Sänger? Ist jeder, der eine Eins in Mathe hat, hochbegabt?
Kaum. Genauso wenig wie jeder, der gerne denkt, ein Philosoph ist. Aber das wollen wir mit diesem Heft auch gar nicht sagen.
Wir behaupten auch nicht, dass alle Fragen, die Kinder stellen, philosophisch gemeint sind.
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Dennoch ist es sinnvoll, reizvoll allemal, mit Kindern zu philosophieren, um "dazu beizutragen, eine kindliche Fragekultur
zu bewahren und zu fördern, die sich nicht mit der vermeintlichen Ordnung der Dinge zufrieden gibt", wie Markus Melchers und
Thomas Ebers in ihrem Beitrag schreiben. Wie dieses Philosophieren gelingen kann - dazu finden Sie auf den folgenden Seiten
sicherlich reichlich Anregungen.
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Ich möchte mich mit dieser Ausgabe von Welt des Kindes von Ihnen verabschieden. Meine Nachfolgerin Irene Weber wird Ihnen
im nächsten Jahr zusammen mit der Redaktion wieder spannende Themen rund um das Arbeitsfeld Kita aufbereiten, versprochen.
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Ihre
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Dagmar Wolf, Chefredakteurin
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