Verband Kath. Tageseinrichtungen für Kinder (KTK)- Bundesverband e.V. - Vernetzungskampagne

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Vernetzungskampagne zwischen Beratungsangeboten zur Müttergenesung und Kindertageseinrichtungen

Mütter frühzeitig erreichen

Beratungsangebote zur Müttergenesung jetzt auch in katholischen Kindertageseinrichtungen

Freiburg/Münster, 24.09.2008 - Viele Mütter stellen ihre eigene Gesundheit in den Hintergrund, damit Familie, Haushalt oder Berufsleben funktionieren. "Irgendwann geht es nicht mehr, und der Körper zieht die Notbremse", weiß Margot Jäger, Bundesgeschäftsführerin der Katholischen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung. So lange wollen die Beraterinnen der KAG nicht warten. In einem Modellprojekt mit dem Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) - Bundesverband e.V. werden Frauen schon in Kindertageseinrichtungen angesprochen, um Hilfen der Müttergenesung aufzuzeigen und die Frauen zu stärken. Der Abschlussbericht des zweijährigen Projekts zieht eine positive Bilanz der neuen Allianz für Frauengesundheit.

Neben Haushalt, Familie und Beruf bleibt den meisten Frauen nur wenig Zeit für sich. Bei ersten Überlastungserscheinungen suchen nur wenige sofort eine Beratungsstelle oder einen Arzt auf. Durch das Warten geht wertvolle Zeit verloren. Solchen Situationen möchte die KAG Müttergenesung frühzeitig vorbeugen und hat bereits 2006 Kontakt zu den Kindertageseinrichtungen des KTK-Bundesverbandes für ein Modellprojekt gesucht. "Wir wollen uns in den Alltag der Frauen einbringen und ihnen in ihrem Umfeld Möglichkeiten der Hilfe aufzeigen", erklärt Margot Jäger. Weil Erzieherinnen oft eine persönliche Beziehung zu den Müttern aufbauen, haben sie einen guten Einblick in die Familiensituation. An dieser Stelle setzt das Projekt der KAG Müttergenesung und des KTK-Bundesverbandes an:
Im Rahmen der regelmäßigen Fortbildungen lernen die Erzieherinnen, Belastungssignale bei den Müttern zu erkennen, die Frauen anzusprechen und sie gegebenenfalls an eine Fachberaterin zu vermitteln. "Wir wollen aktiv auf Frauen zugehen und nicht erst warten, bis sie erkrankt sind", erklärt Frank Jansen, Geschäftsführer der KTK-Bundesverbandes. Er sieht darin eine Stärkung der Rolle der Kindertageseinrichtungen. Die Mütter behalten ihre Eigenverantwortlichkeit, werden aber aktiv von den Erzieherinnen oder ehrenamtlichen Helferinnen unterstützt. Sie bekommen frühzeitig Informationen über ambulante Hilfen vor Ort und stationäre Maßnahmen im Rahmen der Müttergenesung.

Das bundesweite Projekt gliederte sich in regionale Teilprojekte, die im Abschlussbericht dargestellt werden. Der Erfolg ist aus Sicht der beiden Initiatoren überwältigend. "Die Kindertageseinrichtungen sind zu einem Agenten für die Gesundheit von Familien und ganz besonders der Mütter geworden", freut sich Jansen. In Hildesheim konnte in zwei Kindertageseinrichtungen eine regelmäßige Beratung in den alltäglichen Ablauf integriert werden. Bei einem Projekt in Münster wurden ehrenamtliche und nebenamtliche Beraterinnen in den Einrichtungen eingesetzt. Sie sind kompetente Ansprechpartnerinnen für Mütter geworden, denen die Frauen vertrauen. Bislang wurden bereits 32 ehrenamtliche Beraterinnen gewonnen und geschult. Die Erfahrungen sind durchweg positiv: "Die Mütter sind dankbar für unsere schnelle Hilfe, und wir freuen uns über gute Entwicklungen in den Familien", so Margot Jäger von der KAG-Müttergenesung. Jäger kennt die Krankheitsbilder von Frauen, die aufgrund von Überlastung eine Vorsorge- oder Reha-Maßnahme der Müttergenesung benötigen. Die KAG ist der älteste und größte Zusammenschluss von Klinik-Trägern innerhalb des Müttergenesungswerks.

Zum Abschluss des Modellprojekts sind sich beide Verbände einig, dass die gute Vernetzung zwischen Müttergenesung und Tageseinrichtungen für Kinder ausgebaut werden soll. Deutschlandweit werden nun neue Kooperationspartner gesucht. Dazu wird das Projekt auf überregionalen Konferenzen und in Gremien der Fachverbände vorgestellt. "Unser gemeinsames Ziel ist es, überlasteten Müttern so früh wie möglich zu helfen. Wir gehen in die Kindertageseinrichtungen, um Signale so früh wie möglich zu erkennen und den Frauen Hilfen zu vermitteln, noch bevor sie ernsthaft erkranken", sagt Margot Jäger von der KAG Müttergenesung. Die positiven Ergebnisse des Modellprojekts zeigen, dass die Frauen erreicht und gestärkt werden.

Den Abschlussbericht und weitere Informationen können Sie hier anfordern:

muettergenesung@caritas.de