Gliederung des Verbandes

Arbeitsgemeinschaft

KTK-Diözesan-AG Magdeburg

Jubiläum "20 Jahre KTK-Diözesan-AG Magdeburg" mit Fachtag

2./3. März 2017: Ihr 20-jähriges Bestehen feierte die  diözesane Arbeitsgemeinschaft Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) im Bistum Magdeburg mit einem Fachtag zum Thema

Die Kita als religionsproduktiver Ort - spirituelle Beheimatung auch konfessionsloser Fachkräfte

Verabschiedung Pfarrer GrubertPfarrer Christian Grubert stand zehn Jahre an der Spitze des Vorstands der KTK-Diözesan-AG Magdeburg. Er wurde Im Rahmen der Mitgliederversammlung feierlich verabschiedet

Träger und Leitungskräfte aus den 36 katholischen Kitas trafen sich im Roncalli-Haus in Magdeburg. Im Mittelpunkt stand die Frage nach dem Selbstverständnis katholischer Kindertageseinrichtungen angesichts aktueller Entwicklungen: Eine von der Diözesan-AG kürzlich durchgeführte Befragung der weitgehend konfessionslosen Eltern hat gezeigt, dass zwei Drittel ihre Kinder aufgrund der religiösen Bildungsangebote angemeldet haben. Ferner zeigen neue statistische Erhebungen, dass die Zahl der konfessionslosen pädagogischen Fachkräfte stetig wächst. Beide Entwicklungen veranlassten die Träger und Leitungskräfte, sich erneut mit der Frage nach dem Selbstverständnis der katholischen Kitas zu befassen.

Professor Matthias Hugoth von der Katholischen Hochschule Freiburg stellte neue Ansätze der Profilbildung katholischer Kitas vor, die es ermöglichen, auch konfessionslose Fachkräfte in die Bildungsarbeit der Kitas mit ihren spezifischen religionspädagogischen Ausrichtungen einzubinden. Zu diesen Ansätzen gehört das Verständnis der Kita als »religionsproduktiver Ort«. Im Gegensatz zu einem Ansatz der reinen Vermittlung von Religion besagt der »religionsproduktive Ansatz«: Kinder und pädagogische Fachkräfte entwickeln aus ihren Lebenssituationen und ihren Erfahrungen heraus Vorstellungen über Gott und die Welt - auch wenn sie keiner Konfession angehören. Damit wird auch konfessionslosen Fachkräften die Offenheit und Fähigkeit zugestanden, bei ihren Fragen und Ansichten über Gott und die Welt Bezüge zur Religion herzustellen und sich an der religiösen Bildungsarbeit der Kita zu beteiligen. Darum sollte die Kita auch ihnen eine spirituelle Beheimatung ermöglichen. Die Frage nach der Spiritualität der pädagogischen Fachkräfte und nach dem »Geist des Hauses« sowie nach der spirituellen Begleitung und der Fort- und Weiterbildung stellte deshalb einen zweiten Schwerpunkt der Mitgliederversammlung dar.

Ehrenzeichen für Professor HugothProfessor Matthias Hugoth (r.) wurde von Diözesan-Caritasdirektor Klaus Skalitz das »Ehrenzeichen in Gold« des Caritasverbands verliehen

Die Frage nach dem Selbstverständnis und dem Profil der katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Magdeburg war bereits bei der Gründung der Diözesan-AG vor 20 Jahren ein zentrales Thema. Dieses wurde im Laufe der Zeit immer wieder diskutiert angesichts jeweils neuer Herausforderungen aufgrund von Entwicklungen in Gesellschaft und Kirche.Professor Matthias Hugoth hat diesen Prozess kontinuierlich über viele Jahre wissenschaftlich begleitet. Deshalb wurde ihm während der Mitgliederversammlung durch den Diözesan-Caritasdirektor Klaus Skalitz das »Ehrenzeichen in Gold« des Caritasverbands verliehen.

Publikationen der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Erarbeitung von Publikationen und Arbeitshilfen zu den Themen des Arbeitsfelds Kita. Sie werden auf der Website http://www.caritas-magdeburg.de/91060.html vorgestellt.