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Stand: 05.02.2014

Pressemitteilung

Schulkindbetreuung

Rechtsanspruch für Grundschulkinder richtiges politisches Signal

Das Recht des Kindes auf eine angemessene Betreuung endet nicht mit der Zeit in einer Kindertageseinrichtung. Viele Eltern stehen aber vor dem Problem, dass die klassische Schule in Deutschland nach wie vor die Halbtagsschule ist. Demzufolge steht für 44 Prozent der Grundschulkinder nach dem Unterricht kein Betreuungsangebot zur Verfügung.  

"Die von Bundesfamilienministerin Katarina Barley angekündigte Initiative für einen Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder im Grundschulalter ist ein wichtiges familien- und bildungspolitisches Signal", betont Domkapitular Clemens Bieber, Vorsitzender des KTK-Bundesverbandes, "das nicht als Gegensatz zur Verantwortung der Eltern und zu ihren eigenen Bemühungen verstanden werden darf." Was seit Jahren trotz eines großen und erfolgreichen politischen Engagements beim Ausbau des Angebots für Kinder unter Drei völlig unberücksichtigt blieb, ist der Betreuungsbedarf von Schulkindern, so Bieber. Dass dieser Bedarf nun nach dem Vorbild des Kita-Rechtsanspruchs aufgegriffen wird, ist nicht nur folgerichtig, sondern seit Jahren überfällig. Für viele Eltern ist es schwierig, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, auch wenn ihre Kinder in die Schule gehen.    

"Auch für Schulkinder ist es enorm wichtig, nach der Schulzeit ein Angebot nutzen zu können, durch das eine verlässliche Betreuung, eine sinnvolle Freizeitgestaltung verbunden mit einer kindgemäßen Hausaufgabenbetreuung gewährleistet wird", unterstreicht KTK-Geschäftsführer Frank Jansen. Dies ist gerade für Kinder von großer Bedeutung, die von benachteiligten Lebenssituationen betroffen sind. Dass der Bund sich an der Umsetzung des Rechtsanspruchs für Grundschulkinder finanziell beteiligen will, ist ein wichtiges Signal für Länder und Kommunen, die ein solches Angebot alleine nicht umsetzen können.   

Die Initiative für einen Rechtsanspruch auf Betreuung für Grundschulkinder kündigte die Bundesfamilienministerin anlässlich des vierjährigen Bestehens des Rechtsanspruchs auf frühkindliche Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege ab dem ersten vollendeten Lebensjahr am 1. August 2017 an.

Der Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) - Bundesverband e. V. ist ein Fachverband des Deutschen Caritasverbandes. In ihm sind knapp 8.000 katholische Kindertageseinrichtungen organisiert.

Kontakt:

Frank Jansen, KTK-Bundesverbandes, Telefon: 0172/7612177, Frank.Jansen@caritas.de

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