Projekt

Demokratie leben

Gute Beispiele

Die Sammlung wird laufend ergänzt. Wenn Sie in den letzten Jahren Material entwickelt haben, das sich für Ihren Verantwortungsbereich in einer Reflexion einer Haltung (zum Beispiel Leitbild, Kita-Verfassung) oder als Material für die Praxis (zum Beispiel Handreichungen, didaktische Einheiten) mit den Themen

  • Antirassismus und Antidiskriminierung in der Kita
  • Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichwertigkeit (zum Beispiel Rechtsextremismus,
      Salafismus) in der Kita
  • Bedarfe von Kindern und Familien mit Fluchterfahrung
  • demokratische Mitbestimmung durch Kinder
  • Förderung des sozialräumlichen Engagements von Eltern

befasst und das sie für eine weitere Verbreitung zur Verfügung stellen möchten, bitten wir Sie, Herrn Colloseus darauf aufmerksam zu machen.

Für eine Kultur des ...

... Mitgestaltens - demokratische Kompetenzen von Kindern stärken

Das Projekt "Vielfalt - Heimat - Wählen gehen" des Diözesancaritasverbands Freiburgs im Vorfeld der Bundestagswahl 2017

Erfolge:

  • Die Auseinandersetzung mit den Plakaten im Umfeld der Kita beziehungsweise dem eigenen Wohnumfeld ist geeignet, den Kindern deutlich zu machen, dass es einen Zusammenhang zwischen der "großen Politik" und dem eigenen Leben gibt.
  • Indem auch angesprochen wird, dass es Menschen ohne Wahlrecht gibt, werden Macht- und Ausschlussverhältnisse zum Thema gemacht und den Kindern ermöglicht, auf deren Ungerechtigkeit hin zu reflektieren.
  • Die Einbindung der Familien animiert auch diese, sich mit der anstehenden Wahl und gegebenenfalls der Ausübung ihres Wahlrechts auseinander zu setzen.
  • Den Kindern wird der Ablauf einer Wahl begreifbar gemacht, als sie den Delfin zum "Bestimmer im Tierreich" wählen.

 

Anregungen zum Weiterdenken:

  • Damit eine Wahl wirklich Partizipation einübt, muss darüber hinaus noch vermittelt werden, dass ein Mandat den Gewählten auch verpflichtet - und es müsste ein von den Kindern bemerkbarer Unterschied hergestellt werden. Insofern kann eine solche simulierte Wahl nicht den Aufbau demokratischer Strukturen in der Kita ersetzen.
  • Die auf der Abstimmungskelle dargestellte Daumen-hoch-Geste, die hierzulande oft mit Zustimmung assoziiert wird, gilt in einigen Kulturen genauso selbstverständlich als obszöne Geste (die Literatur zu interkultureller Kompetenz nennt uneinheitlich verschiedene arabische und afrikanische Länder, aber etwa auch Griechenland) als obszön. Um auszuschließen, dass sich jemand von der Kelle peinlich berührt fühlt, wäre ein allgemeinverständlicheres Symbolpaar - etwa ein lachendes und ein traurig blickendes Gesicht - vielleicht die bessere Wahl.