Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
digitale Medien sind heute allgegenwärtig und spielen eine zunehmende Rolle auch im Alltag von sehr jungen Kindern. Diese Entwicklung birgt sowohl Chancen als auch Risiken und stellt Kindertageseinrichtungen vor neue Herausforderungen.
Wie ist die aktuelle Forschungslage zu den Folgen des Konsums von Bildschirmmedien für Kinder? Was wissen wir über das Spannungsfeld zwischen digitalen Medien und Entwicklungsbedürfnissen von Kindern im Kita-Alter? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die pädagogische Praxis? Diese Fragen beantwortet Paula Bleckmann in ihrem Beitrag ab Seite 8. Fünf Handlungsfelder einer ganzheitlichen, alltagsintegrierten Medienpädagogik in der Kita stellt sie ab Seite 16 vor. Klaus Kokemoor nimmt im Interview ab Seite 12 vor allem die Vorbildfunktion von uns Erwachsenen in den Blick. Er thematisiert die digitale Abgelenktheit von Bezugspersonen und sieht es als wichtige Aufgabe von pädagogischen Fachkräften, mit Eltern über dieses Thema ins Gespräch zu kommen. Warum es sich aus ihrer Sicht lohnt, digitale Medien in die pädagogische Praxis kreativ einzubinden, und welche Herangehensweisen sich dafür eignen, erläutert Lisa Hein ab Seite 18 anhand konkreter Beispiele. Wie KI-basierte Tools Kita-Fachkräfte bei organisatorischen und administrativen Aufgaben unterstützen können, zeigt Noreen Naranjos Velazquez ab Seite 22. Sie diskutiert, wie eine verantwortungsvolle Nutzung solcher Hilfsmittel aussieht und wo die Grenzen liegen.
Ein gutes, gesundes neues Jahr voller Zuversicht wünscht Ihnen Ihre
Irene Weber, Chefredakteurin