Das Forum Frühe Bildung am 12.03.2026 auf der Didacta Bildungsmesse in Köln war eine Veranstaltung des KTK-Bundesverbandes in Kooperation mit dem Didacta Verband e.V.
Ausgangslage der Veranstaltung ist eine öffentliche Diskussion über Kindertageseinrichtungen, die häufig von Fachkräftemangel und Platzknappheit bestimmt wird. Gleichzeitig verändert der demografische Wandel aber die tatsächlichen Rahmenbedingungen in vielen Regionen deutlich. Sinkende Kinderzahlen führen zu strukturellen Anpassungen der Kommunen - bis hin zu Schließungen von Gruppen und Einrichtungen. Jenseits aller Herausforderungen birgt dieser Wandel auch Potenzial: für mehr pädagogische Qualität, für individuellere Bildungschancen und für innovative Konzepte der Frühen Bildung.
Nach Praxis-Einblicken aus Sachsen und Thüringen stand als Fazit: Es braucht politischen Willen, um Kitas als erste Bildungsinstitutionen zu begreifen und entsprechend nachhaltig zu refinanzieren. Es braucht Mut, Frühe Bildung als gesamtgesellschaftlichen Auftrag zu verstehen. Und es braucht eine konsequente Perspektivierung der Kinder, um den demografischen Wandel als Chance zu nutzen. So liegt im Wandel das Potenzial, jedem Kind eine bildungsgerechte Zukunft zu ermöglichen - eine Aufgabe, für die es keine Alternative gibt.
Am Nachmittag rückten konkrete Lösungsansätze beim Markt der Möglichkeiten in den Fokus: Wie können Familienzentren und Kita-Sozialarbeit Kindertageseinrichtungen in Zeiten des demografischen Wandels stärken? Der Markt der Möglichkeiten zeigte eindrucksvoll, wie Einrichtungen bereits heute durch sozialraumorientiertes Arbeiten neue Wege gehen. Familienzentren schaffen niedrigschwellige Zugänge, vernetzen Lebenswelten von Kindern und unterstützen Eltern in ihrem Erziehungsauftrag. Kita-Sozialarbeit ergänzt und erweitert diese Aufgaben um Beratung, Begleitung und passgenaue Unterstützung.
Hier geht es zum vollständigen Rückblick.

